Ausleitungs­verfahren

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Eine der wichtigsten Therapieformen der Naturheilkunde ist das Ausleitungsverfahren.

Der Mensch ist grundsätzlich – und mit zunehmender Tendenz – einer Vielzahl von körperfremden Stoffen ausgesetzt. Teilweise kann der Organismus diese zwar selbst wieder abbauen oder ausscheiden. Häufig aber kommt es auch dazu, dass sich körperfremde Stoffe ansammeln. So kann es z. B. zu Einlagerungen im Fett- und Bindegewebe kommen, die zu lokalen oder auch allgemeinbefindlichen Beschwerden führen können.

Vor der Anwendung eines Ausleitungsverfahrens kann es nötig sein, den Organismus zunächst mit einer aufbauenden Therapie zu stärken – dies wäre z. B. sinnvoll bei Erschöpfungszuständen.

Ziel des Ausleitungsverfahren ist, die Beschwerden abzubauen, den Organismus von den abgelagerten Giften zu entlasten, sowie seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren und dauerhaft zu festigen.

Um den Körper von Giftstoffen und Schlacken zu befreien, verwendet der Heilpraktiker verschiedene, je nach Befund bestens geeignete, natürliche Entgiftungswege. Zur Ausleitung kommen dabei sowohl die Haut, das Blut, der Darm oder das Lymphsystem in Betracht. Zu diesen Verfahren gehören unter anderen der Aderlass, das Baunscheidtverfahren, das blutige Schröpfen sowie die Blutegeltherapie.

Das blutige Schröpfen führe ich nicht mehr durch, denn die Ausleitung durch Blutegel ist durch die sehr lange Nachblutung meiner Meinung nach einfach besser und die Haut wird bei Blutegeln nur minimal verletzt, so dass auch die Gefahr einer Narbenbildung meiner Meinung nach geringer ist.

Die Schröpfgläser müssen beim blutigen Schröpfen bei Mehrfachverwendung nicht nur zuerst mit einem speziell zugelassenem Desinfektionsmittel unter Beachtung der Einwirkzeit desinfiziert, sondern anschließend auch noch sterilisiert werden. Lassen Sie sich vom Praxisinhaber also den Sterilisator zeigen – dieser muss für die großen Köpfe schon extrem groß sein. Ich war bisher so verfahren, das der Patient beim blutigen Schröpfen nur neue unbenutzte Schröpfgläser erhielt und ich sie danach entsorgte oder er sie mit nach Hause nehmen durfte.