Ralf Deubgen – Heilpraktiker in Aachen

Komplementäre Onkologie

Amanita-Therapie

  • Komplementäre Onkologie

Die Naturheilkunde hat nicht sehr viel in Sachen Krebs zu bieten. Fast alle empohlenen Mittel oder Therapien sind nur begleitend und als sehr sanft zu sehen. „Blümchen“ sozusagen, die gegen einen T-Rex kämpfen. Die Amanita-Therapie ist jedoch eine Ausnahme.

Die Amanita-Therapie ist eine naturheilkundliche Therapie zur Behandlung von bösartigen Tumorerkrankungen. Bei dem Wirkstoff handelt es sich um das Alpha-Amanitin, ein Bestandteil des grünen Knollenblätterpilzes Amanita phallaoides. Es hemmt die RNA-Polymerase, die bei der Zellteilung eine Rolle spielt. Genauer gesagt: Es hemmt spezifisch das Wachstum der Tumorzellen, denn Tumorzellen schalten ihre Gene so, das die RNA-Polymerase voll ausgelastet ist. Gesunde Zellen nutzen sie nur zu 10 Prozent.

Aus diesem Grunde hat die Therapie in der Regel keine Nebenwirkungen. Im Gegensatz zur normalen Chemotherapie, bei der üblicherweise alle schnellteilenden Zellen wie Schleimhäute, Blut und somit auch das Immunsystem getroffen werden. Man sollte die Amanita-Therapie als Regulationstherapie sehen und nicht als Chemotherapie.

Die Therapie ist eine sehr sanfte Behandlung und steht unter dem Gesichtspunkt: primum non nocere. Übersetzt bedeutet das: erstens nicht schaden. Sie wurde von Frau Dr. Isolde Riede entwickelt und ist seit Jahrzehnten erprobt und bewährt. Es handelt sich um eine alkoholische Lösung des Wirkstoffs, die verdünnt in der D2 genommen wird. Also in einer Verdünnung von 1 zu 100. Sie wird in Flaschen zu 50 ml geliefert.

Sie werden jetzt denken: Ich werde doch nicht so eine Lösung von einem giftigen Pilz schlucken! Aber keine Angst: Sie müssten zehn von diesen 50-ml-Flaschen trinken, um eine tödliche Vergiftung zu erreichen. Genommen werden in der Standard-Therapie jedoch nur 4x10 Tropfen perlingual, d.h. die Tropfen werden unter die Zunge gelegt und ca. 2 Minuten, besser 5 Minuten lang, eingespeichelt. Durch die perlinguale Aufnahme wird die Leber umgangen, die Medikamente durch orale Aufnahme neutralisiert.

Das Gift des grünen Knollenblätterpilzes schädigt in großen Mengen die Leber. Dafür müsste man jedoch einen ganzen Pilz essen. Wenige Tropfen von diesem Medikament – und dann auch noch 1 zu 100 verdünnt – werden die Leber nicht schädigen. Es kann sein, dass die Leberwerte sich erhöhen, aber das ist dann die Folge zugrunde gehender Lebermetastasen. Die offene Grenze zwischen zerstörten Lebermetastasen und Lebergewebe erhöht die Leberwerte.

Ich möchte daran erinnern, dass in der konventionellen Chemotherapie, z.B. bei Leukämie, das Medikament Tasigna die Leberwerte von 35 auf bis zu 1.500 ansteigen lassen kann. Um diese wieder zu senken wird die Einnahme von z.B. Gallensaft UDC von Hexal empfohlen.

Die Amanita-Therapie wird als Dauertherapie empfohlen. Es gibt auch Patienten, die problemlos 4x15 oder sogar bis zu 4x20 Tropfen täglich nehmen. Generell gilt: Je aggressiver und schneller das Tumorwachstum ist, desto schneller sollte ein Basislevel aufgebaut werden. Damit so schnell wie möglich eine wirksame Dosis im Körper aufgebaut wird, bleiben Sie bitte bei den mindestens 4x10 Tropfen!

Vor Beginn der Therapie wird empfohlen, alle Nahrungsergänzungsmittel und alle nicht unbedingt notwendigen Medikamente für 2 Monate abzusetzen, um zu schauen, ob die Amanita-Therapie wirkt. Enzyme z.B. könnten das Medikament evtl. verdauen! Vor Beginn und dann monatlich wird Blut abgenommen und die Tumormarker und die LDH werden bestimmt.

LDH ist ein Enzym, das den Zerfall aller Zellen anzeigen kann. Bei einer erfolgreichen Therapie wird die LDH um mindestens 10 Prozent ansteigen, d.h. die Krebszellen zerfallen. Diese Zellreste werden u.a. über den Urin ausgeschieden, der dadurch dunkel wird. Das bedeutet aber auch, dass Sie viel trinken sollten – möglichst fünf Liter. Falls dies nicht möglich ist, wenigstens zwei Liter. Falls auch das nicht möglich ist, lassen Sie sich wenigstens ab und zu eine Infusion geben.

Jeden Monat wird eine 50-ml-Flasche D2 verbraucht. Nach zwei Monaten wird wieder Blut abgenommen und die Tumormarker sowie die LDH bestimmt. Falls die Therapie nicht ansprechen sollte, haben Sie somit noch die Möglichkeit für weitere Optionen. Die Tumormarker können bei einem Zellzerfall auch ansteigen, denn sie sind Bestandteile der Zellen. Langfristig müssen sie bei einer erfolgreichen Therapie jedoch absinken.

Eine Alternative zu den Tumormarkern ist der Maintrac Test. Hierbei werden die epithelialen Zellen gezählt. Man hat also in den ersten zwei Monaten eher Auskunft darüber, wie sich die Therapie entwickelt. Auch deswegen, weil die Tumormarker etwas träge sind. Der Nachteil des Maintrac Testes sind seine hohen Kosten. Außerden kann auch er, wie jeder andere Bluttest auch, zu einem geringen Anteil fehlerhaft sein.

Wie bei jedem Medikament kann sich auch bei der Amanita-Therapie eine Gewöhnung entwickeln und somit die Wirkung nachlassen. Da die Therapie jedoch alle 2 bis 6 Monate überwacht wird, kann man als Alternative Chelidonium majus in der D1, 2x10 Tropfen, über 2 Monate geben. Danach hat sich die Gewöhnung gelegt und man kann die Amanita-Therapie fortführen.

Mögliche Nebenwirkungen

  • Schwellungen
  • Lymphknotenvergrößerungen
  • Stimmungsaufhellung
  • Aktivierung des Nervensystems
  • Anregung des Stoffwechsels
  • Abmilderung der Todesangst
  • Hauterscheinungen in der Nähe des Tumors
  • Blutungen, wenn der Tumor und seine Blutgefäße zerfallen
  • nächtliches Schwitzen
  • vereinzelt Fieber

Jeder, der sich naturheilkundlich auskennt, weiß, dass Fieber eine sehr positive Reaktion beim Krebsgeschehen ist, denn es schärft und trainiert das Immunsystem. Bei heftigen Reaktionen sollte die Therapie jedoch unterbrochen und nach kurzer Zeit mit einer etwas geringeren Dosis fortgesetzt werden, die langsam und einschleichend erhöht wird. Genau die richtige Dosierung zu finden, ist also die Kunst bei dieser Therapie.

Auch der Tumorschmerz kann sich ändern. Der Tumor kann sich evtl. rasch zusammenziehen, er kann löchrig durchsiebt werden, flüssigkeitsgefüllte Cysten können sich bilden. Evtl. ist auch dann an eine Therapiepause zu denken oder geringer zu dosieren. In der Regel sind jedoch keine Nebenwirkungen zu erwarten.

Patienten, die eine zytostatische Chemotherapie oder eine Strahlentherapie erhielten, müssen mit einer geringeren Ansprechrate der Amanita-Therapie rechnen. Eine vorherige Hormonbehandlung vermindert den Erfolg der Therapie sogar um 30 Prozent!

P.S.: Da Borrelien ebenfalls eine Ursache von Krebs sein können, sollte überlegt werden, diese mit Terebentina, dem Lärchenharz, in der D1, 2x10 Tropfen täglich, zu behandeln, bis 100 ml verbraucht sind. Eine Herxheimer-Reaktion ist nach 100 ml möglich.

Die Verschreibung läuft folgendermaßen ab: Sie gehen zum Arzt und informieren ihn über die Therapie, lassen sich ein Rezept verschreiben und reichen dieses über Ihre Apotheke ein. Diese bestellt das Rezept bei Runge Pharma, einem Großhändler:

Runge Pharma
Luisenstr. 15
79539 Lörrach
Tel.: 07621 167930
info@rungepharma.de

Und Runge Pharma bestellt das Medikament in der Schweiz bei:

Herbamed AG
Austr. 12
9055 Bühler
Schweiz
Tel. 0041 71 7933020 oder 0041 71 7918050
info@herbamed.ch
www.herbamed.ch

Empfehlenswerte Literatur

  • Komplementäre Onkologie, Schattauer Verlag, Autor: Jutta Hübner, ISBN 978-3-7945-2853-0
  • Der König aller Krankheiten, Krebs – eine Biografie, Autor: Siddhartha Mukherjee, Dumont Verlag, ISBN 978-3-8321-9644-8