Blutegel­therapie

  • Blutegeltherapie
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Die Blutegeltherapie gehört zu den ältesten Naturheilverfahren und wird auch heute noch erfolgreich eingesetzt, z.B. in großen Rheumakliniken. Der Blutegel injiziert einen ganzen Cocktail natürlicher Substanzen, u.a. das Hirudin, das das Blut stark verflüssigt. Hat sich an einem Punkt im Körper, z.B. am Kniegelenk, eine schmerzhafte Stelle gebildet, so kann dies z.B. durch Stauungen bedingt sein. Schlackenstoffe lagern sich ab. Druck und evtl. auch Entzündungen im Gewebe können die Folge sein, evtl. werden die freien Nervenenden im Gewebe gereizt – Schmerzen sind die Folge.

Erzeugt nun der Blutegel durch den Biss ein kleines Loch und injiziert die blutverdünnende Substanz, so entsteht eine Blutung, die bis zu 24 Stunden anhalten kann (die eigentliche Blutegelbehandlung kann bis zu einer Stunde dauern – Sie brauchen also Zeit). Stauungen werden reduziert, Schlackenstoffe durch die lange Blutung ausgeschwemmt. Dies wird noch durch das aktive Saugen des Blutegels verstärkt.

Die Blutegeltherapie hilft neben Gelenkentzündungen, Schmerzen und Ohrerkrankungen (z.B. Tinnitus) auch bei Arthrose – insbesondere am Knie ist die Indikation: Wundbehandlung durch venöse Probleme und Stauungen. Sie kann aber auch als sanfter Aderlass gesehen werden, vor allem wenn mehrere Blutegel gesetzt werden. Oder auch als reflektorische Therapie auf innere Organe über die Head’schen Zonen.

Die Blutegel müssen per Gesetz nach der Behandlung getötet werden, um eine versehentliche Übertragung von infektiösem Blut zu vermeiden. Sie werden in der Regel im Gefrierfach eingefroren. Da Blutegel keine Kälterezeptoren haben, ist dies die humanste Methode.

Sie sollten zur Behandlung nicht einparfumiert kommen, bitte auch kein Deo oder Bodylotion usw. Der ganz natürliche Schweißgeruch der Haut ist am Besten, sonst beißen die Egel nicht.